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Löschgruppe Remshagen
probt Einsatz auf der Leppe
Am 14. Oktober 2006 fand im Entsorgungszentrum
Leppe in Lindlar eine Einsatzübung
der Freiwilligen Feuerwehr Remshagen statt.

Der Löschbezirk Remshagen umfasst
zahlreiche Dörfer mit einer Gesamteinwohnerzahl
von ca. 3 000 Personen.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde
bereits im Jahr 1912 gegründet. Zum
damaligen Zeitpunkt existierte schon
seit drei Jahren eine „Pfl ichtfeuerwehr“.
Zu den Aufgaben des Löschzugs
gehören insbesondere Einsätze
bei Wohnungsbränden, an Unfallstellen,
bei Gasalarm aber auch Messeinsätze
zum Beispiel in Kläranlagen.
Ziel der aktuellen Übung war es, einen
so genannten Schaumangriff durchzuführen.
Insgesamt nahmen 16 Feuerwehrkameraden
am Löscheinsatz teil.
Sie rückten mit einem Löschgruppenfahrzeug,
einem Mannschaftstransportwagen
und einem Erkundungswagen aus.
Der Einsatz begann absolut realis-
tisch. Die Löschgruppe Remshagen
wurde über Funk alarmiert und zur Einsatzstelle beordert. Der Einsatzleiter der Übung, Brandmeister Michael Dörnen und sein Gruppenführer,
Unterbrandmeister Hendrik Neumann waren sich schnell über die Vorgehensweise
einig: Zunächst galt es die Wasserversorgung zwischen dem Hydranten und dem Löschgruppenfahrzeug aufzubauen.
Da dieser Weg relativ lang war, entschied man sich eine Tragkraftspritze  zwischen zu schalten.
Dabei handelt es sich um eine tragbare
Pumpe, die einen eigenen Motor besitzt. Tragkraftspritzen haben den Vorteil, dass sie –
wie in diesem Fall –
Besondere Vorrichtung ermöglicht
schnellen Einsatz
Parallel zu diesen Maßnahmen bekämpfte
die Löschgruppe unterdessen den Brand mithilfe einer Schnellangriffseinrichtung.
Diese besteht aus dem im Löschfahrzeug eingebauten Wassertank und einer Pumpe.
Der an der Pumpe angeschlossene Druckschlauch
befi ndet sich – aufgerollt auf einer Haspel –
am Fahrzeugheck.
Ein Vorteil der Schnellangriffseinrichtung
liegt in ihrer schnellen Einsatzbereitschaft.
Die Vorrichtung wird daher insbesondere bei kleineren Löscheinsätzen verwendet,
da sie unabhängig von einer externen Wasserquelle funktioniert.
Selbstverständlich wurden diese Arbeiten unter schwerem Atemschutz durchgeführt.
Während ein Teil der Feuerwehrmänner
mit dem Löschen beschäftigt war,
bereiteten weitere Einsatzkräfte den geplanten
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weit entfernt vom Feuerwehrfahrzeug
eingesetzt werden können.
Eine Einsatzgruppe auf dem Weg zum Gipfel der Leppe
Der Schaumangriff der Löschgruppe
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auslaufenden Treibstoff schnellstmöglich
abzudecken. Schaum wird hauptsächlich
bei Flüssigkeitsbränden eingesetzt.
Die Löschwirkung beruht auf dem Prinzip
des Erstickens.
Den dafür erforderlichen Schaum
stellten die Einsatzkräfte vor Ort an
der Brandstelle her. Um das Ablaufen
des Treibstoffs zu verhindern legte ein
weiterer Trupp mit Schläuchen eine so
genannte Ölsperre. Sie grenzt den Ölfilm
zunächst ein. Anschließend kann das Öl
abgeschöpft oder mit Bindemittel
entfernt werden.
Umluftmessungen blieben negativ
Parallel zur Brandbekämpfung erledigten
zwei weitere, mit Pressluftatmern
ausgerüstete Einsatzgruppen
einen anderen Job: Möglicherweise
in der Umluft entstehende Schadstoffe
mussten gemessen werden.
Hierbei kamen spezielle Messgeräte
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Laut Übungsbeobachter und Einheitsführer
Hauptbrandmeister Frank Rottländer
verlief die Übung planmäßig
und ohne Probleme. Nach dem gemeinsamen
„Ausklang“ bedankte sich
die Löschgruppe Remshagen herzlich
bei der AVEA – insbesondere bei Andreas
Möller, sowie bei Markus Eichwald vom BAV
für die freundliche Unterstützung.
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Andreas Möller inspiziert die „Brandstelle“
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Brandbekämpfung mit Hilfe einer Schnellangriffseinrichtung (li.) und mittels „Schaumangriff“
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